RRK Intern

Ausbildung und Techniken

Rudern und die dazugehörende Ausbildung sollen der zwanglosen Freizeitgestaltung der Teilnehmer dienen, Spaß machen und nach Möglichkeit Rücksicht auf individuelle Belange nehmen. Entsprechend soll der Ausbildungsstil eindeutig aber freundlich sein.

Rudertechnik ist demokratisch vereinbart, folgt objektiven Kriterien und wird durch individuelle Eigenschaften bedingt und ist somit subjektiv.

Dazu haben wir uns auf eine allgemeine Vorgehensweise geeinigt, um einen möglichst vergleichbaren Ausbildungsstand unabhängig vom Ausbilder zu erreichen:

  • Die ersten grundsätzlichen Bewegungsabläufe können am Ruder-Ergometer bei niederer Einstellung vermittelt werden, ohne Wackeln, Aufdrehen, Rücksicht auf andere und mit nur einem Griff.
  • Grundsätzlich soll der Ruderschlag zur Erleichterung in einzelne Elemente zerlegt werden (z. B. ohne Rollen, ohne Drehen usw.).
  • Bevor wir auf Wasser gehen, widmen wir uns an einem offenen Boot dessen Technik und Bauteilen  in Hinblick aufs Rudern sowie Tragen und Einsteigen.
  • Vor dem Einsteigen soll die Stemmbretteinstellung nach bestem Wissen eingestellt werden und während der ersten Einheit beibehalten werden. Korrektur vor der 2. Einheit.
  • Zur Erleichterung und aus didaktischen Gründen kann es sinnvoll sein, auch im Boot den Schlag zu zerlegen, und z. B. ohne Rollen, ohne Aufdrehen und mit wenig Kraft zu rudern.
  • Bei Verständnis- bzw. Umsetzungsschwierigkeiten kann ein Wechsel des Ausbilders helfen.
  • Nach dem ersten Ausbildungsblock I (2. bis 3. Rudertag) sollen die Mannschaften nach vergleichbarem Lernerfolg durchmischt werden (gezieltere Betreuung bzw. Erfolgserlebnis durch ungestörteres Rudern).
  • Korrekturen sollen positiv formuliert werden!
  • Eine anonyme Bewertung der Ausbilder durch die Anfänger während oder nach dem Kurs soll ersteren eine Rückmeldung zum Zweck der Bestätigung oder Verbesserung geben.

Weitere Informationen findest du unter www.rudertechnik.de.

  1. "Mannschaft ans Boot" ... "Hebt auf"

    Vorher sind Skulls (Riemen) und weiteres Zubehör zum Steg gebracht worden.

  2. "Boot drehen" ... "Wasserseite o.ä. hoch!"

    Unbedingt darauf achten, dass die Ausleger den Boden nicht berühren.

  3. "Fertigmachen zum Einsteigen" ... "Steigt ein"

    Alle Ruderer/bzw. Ruderinnen haben ein Bein auf dem Einsteigebrett und das andere zum Abstoßen bereit auf dem Bootssteg.

  4. "Klarmeldung"

    Am Bug beginnend melden die Sportler, sobald sie ruderbereit sind ("1 fertig!", "2 fertig!" usw.).

  5. "Alles vorwärts" ... "Los"

    In die Auslage gehen – Blätter senkrecht drehen und Durchzug.

  6. "Ruder" ... "Halt"

    Ankündigungskommando erfolgt beim Vorderzug, Ausführungskommando beim Endzug, Sportler nehmen Orthogonalstellung ein.

  7. "Blätter" ... "Ab"

    Die Blätter werden flach auf das Wasser gelegt.

  8. "Stoppen" ... "Stoppt"

    Durch dosiertes Gegenkanten der flach liegenden Blätter schneiden diese langsam unter Wasser. Die gegengekanteten Blätter werden mit gestreckten Armen bis zur Senkrechten weitergekantet.

  9. "Alles rückwärts" ... "Los"

    Aus der Rücklage, Blattstellung entgegengesetzt wie beim Rudern. Volle Benutzung der Rollbahn. Ankanten der Blätter während des Luftweges.

  1. "Wende über Backbord" ... "Los" (Steuerbord entsprechend) / "Kurze Wende über Backbord" ... "Los" (Steuerbord entsprechend)

    Aus der Rücklage, Blattstellung Backbord 180° aufgedreht, Steuerbordblatt flach, volle Rollbahn; in der Auslage Backbordblatt ankanten, Steuerbordblatt aufdrehen, Zug. Backbordholm am Körper (Blatt 180° aufgedreht), Steuerbordholm in Armauslage (Blatt aufgedreht), ohne Rollbahn. Entgegengesetzte gleichzeitige Wasserarbeit auf beiden Bordseiten, Blätter beim Luftweg senkrecht.

  2. "Skulls (Riemen)" ... "Lang" / "Backbord" ... "Lang" (Steuerbord entsprechend) / "Skulls (Riemen)" ... "Vor"

    Ankündigung in der Auslage, Ausführung nach dem Ausheben der Blätter. Die Holme werden in der Hand behalten. Aus der Längsseitslage in die Orthogonalstellung führen.

  3. "Fertigmachen zum Aussteigen" ... "Steigt aus"

    Steuermann/-frau ist vorher ausgestiegen und hält das Boot in der Mitte fest. Der wasserseitige Fuß steht auf dem Einsteigebrett. Beim Aussteigen wird das wasserseitige Ruder mit herausgenommen.

  4. "Backbord überziehen" (Steuerbord entsprechend)

    Das Steuerbord–Ruder wird nicht soweit in die Auslage gebracht. Auf Backbord wird besonders kräftig gezogen.

  5. "Hochscheren"

    Im Freilauf werden die Innenhebel tief ins Boot gedrückt (z .B. bei hohen Wellen).

  6. "Halbe (ohne) Kraft"

    Es wird mit wenig (nahezu ohne) Kraft durchgezogen.

  7. "Frei weg"

    Dieses Kommando wird gegeben, um "Überziehen", "Hochscheren", "Halbe Kraft" u. ä. wieder aufzuheben.

Kontakt

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Edeltraut Weigert
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