RRK Intern

Erfolgreiche Deutsche Meisterschaften für die Regensburger Ruderer in München / Oberschleißheim

24.07.2017

Von 22. bis 25. 06. 2017 fanden die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U17/19/23 auf der Olympiaregattastrecke in Oberschleißheim statt. Aus beiden Regensburger Rudervereinen nahmen insgesamt 13 Sportlerinnen und Sportler teil.

Die Regensburger Ruderer durften einmal Gold und zweimal Bronze am Siegersteg abholen.

Mira Moch (RRK) gewann im Juniorinnen-Vierer mit Ihren Partnerinnen aus München und Hanau die Goldmedaille. Bereits am Samstag war ein Bahnverteilungsrennen gefahren worden, da in dem Rennen nur fünf Boote gemeldet hatten. Dabei war noch etwas Zurückhaltung in der Renntaktik geboten, um den gegnerischen Booten nicht schon am Vortag Einblick in die volle Leistung der Mannschaft zu geben. Im Finale am Sonntag startete der Vierer stark, jedoch immer noch eine halbe Bootslänge hinter den Gegnerinnen aus Potsdam und Nordrhein-Westfalen. Nach 500 Metern lagen vier Boote etwa gleich auf. Mira Moch auf Schlag ging mit Ihrer Mannschaft ein hohes Tempo und setzte bei 650 Metern einen ersten Spurt. Sie konnten sich an ihren Gegnerinnen vorbeischieben und lagen bei 750 Metern knapp vorne. Auf den zweiten 1000 Metern kam aber erst der Streckenabschnitt, den die Mannschaft auch in den vergangenen Rennen der Regattasaison besonders schnell gerudert war. Die Mannschaft um Mira Moch hielt ihr Tempo und setzte sich immer weiter von den Gegnerinnen ab. Nachdem 1000 Meter gerudert waren, lag der Vierer etwa eine Bootslänge vor dem Feld. Diesen Vorsprung wollte sich die Mannschaft auf keinen Fall mehr nehmen lassen und zeigte dies mit langen, druckvollen Ruderschlägen. Auch im Endspurt setzten Mira Moch, Charlotte von Bockelmann, Emma Samek und Celina Waldschmidt noch eins drauf und konnten so mit einem deutlichen Abstand von 4,4 Sekunden über die Ziellinie rudern. Mit diesem Deutschen Meistertitel sicherte sich die Mannschaft auch die direkte Nominierung zur Junioren-Weltmeisterschaft in Trakai/Litauen, die dort von 02. - 05. 08. 2017 stattfinden wird.

Sebastian Ritter (RRK)  startete in der U23-Altersklasse im Doppelzweier und im Doppelvierer. Auch hier wurden am Samstag jeweils nur Bahnverteilungsrennen gefahren, die die Mannschaften zum antesten nutzen, bewusst aber ihr volles Potential nicht ausschöpften. Da die Regattastrecke in Oberschleißheim in Hauptwindrichtung gebaut ist, und sehr faire Bedingungen bietet, gab es hier keinen Anlass, um eine vorteilhafte Bahn für das Rennen am nächsten Tag angestrengt zu rudern, zumal es bis Samstag drei sehr heiße Tage waren, und die Sportler alle Energie für die Finalrennen gut gebrauchen konnten.

Im Doppelzweier mussten sich Sebastian Ritter und Jan Renner (Crefelder RC) mit einem vierten Platz zufrieden geben. Die drei siegreichen Boote waren aufgrund der Vorleistungen in der Saison favorisiert. Sebastian und Jan konnten hier bis zur 1500-Meter-Marke gut mithalten, mussten jedoch dann Henri Schwinde und Konstantin Nowitzki (Deutscher RC/ Crefelder RC) den Vortritt lassen.

Sebastian Ritter hatte am Nachmittag jedoch eine zweite Chance auf eine Medaille und sollte diese nicht ungenutzt lassen. Zusammen mit seinen Partnern aus Krefeld, Essen und Stuttgart konnte er sich vor einem reinen Vereinsboot aus Witten die Bronze-Medaille sichern. Nach einem starken Start lagen die Wittener sogar vorne und behaupteten diese Führung über die ersten 500 Meter. Die beiden stark eingeschätzten Vierer, die aus den siegreichen Booten der Einer und Doppelzweier zusammengesetzt wurden, warteten hier noch ab, legten aber nach etwa 750 Metern richtig los. Sebastian und seiner Crew gelang es, sich zusammen mit den stark eingeschätzten beiden Booten aus Berlin/Hanau und Magdeburg/Gießen zunächst abzusetzen. Die Wittener mussten ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen und konnten nach 1000 Metern nicht mehr mithalten. Die drei führenden Boote ruderten ein packendes Rennen. Im Endspurt legten sich die Boote aus Berlin/Hanau und Magdeburg/Gießen vor den Vierer von Sebastian Ritter, so dass dieser die Ziellinie als Dritter überquerte.

 Im Leichten Doppelzweier der B-Juniorinnen starteten gleich drei Regensburger Boote:

Emily Rupprecht und Mila Milentijevic (RRV), Lisa Rak und Annika Opel (RRK) und Anna-Lynn Schreiber (RRV) zusammen mit Amelie Gruber (MRC).

 Emily Rupprecht und Mila Milentijevic konnten sich am Donnerstag in Ihrem Vorlauf direkt für das Halbfinale qualifizieren. Damit ist dem erst kürzlich formierten Boot eine Überraschung gelungen. Die beiden hatten alle großen Juniorenregatten ausgelassen und starteten direkt bei der Deutschen Meisterschaft. Die Vorleistungen im Training und auf den Regatten in Bamberg und Heidelberg waren vielversprechend, sodass sich Trainerin Andrea Rüttgers entschied, die beiden auch auf der Meisterschaft starten zu lassen.

 Lisa Rak und Annika Opel, sowie auch Anna-Lynn Schreiber und Amelie Gruber erreichten in Ihren Vorläufen nur die Plätze vier und fünf. Damit mussten beide Boote am Freitag in den Hoffnungslauf. Im Hoffnungslauf hatten beide Boote noch einmal die Chance, sich für das Halbfinale am Samstag zu qualifizieren. Sie starteten auf nebeneinander liegenden Bahnen, sodass die Trainerinnen Andrea Rüttgers (RRV) und Anita Gramann (RRK) beim Anfeuern von der Seite aus diesmal leichtes Spiel hatten. Die beiden Boote lieferten sich einen Bord-an-Bord-Kampf, konnten aber auch in diesem Rennen nicht über die Plätze 4 und 5 hinaus kommen. Die Renngemeinschaft aus Berlin und der Ruderverein Nürnberg machten nach 800 Metern den Sack zu und sicherten sich auf Position 1 und 2 den Einzug ins Halbfinale. Für die Meisterschafts-Neulinge aus Regensburg war damit am Freitag Schluss, sie konnten aber wertvolle Erfahrung für das nächste Jahr sammeln. Dann haben alle Sportlerinnen nochmals die Chance über 1500 Meter in der Altersklasse der Juniorinnen B zu starten.

Maria Fischer (RRK) startete im Juniorinnen-Doppelzweier B über 1500 Meter mit ihrer Partnerin Cora Benkler von der Rudergesellschaft München. Die beiden nahmen ebenfalls den Umweg über den Hoffnungslauf, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Diese Herausforderung nahmen die beiden Sportlerinnen an und zeigten am Freitag ein sehr engagiertes Rennen. Angefeuert von einer großen Gruppe aus Regensburg und München, schafften es die beiden in einem intelligent geruderten Rennen, sich nach 800 Metern von den Gegnerinnen abzusetzen und sich hinter das Boot aus Dresden/Pirna zu hängen. Mit Platz 2 im Hoffnungslauf konnte der Einzug ins Halbfinale dann klargemacht werden.

 Im Halbfinale reichte es für Maria und Cora nur zum sechsten Platz, sodass am Sonntag im B-Finale um die Plätze 7-12 gerudert wurde. Dies war nach den Vorleistungen der Gegnerinnen im Halbfinale auch so zu erwarten. Trotz eines engagierten Rennens und eines guten Endspurts konnten Maria und Cora keine bessere Platzierung errudern.

Am Sonntag ruderten die beiden ein tolles Rennen und konnten sich im Endspurt nochmals an die anderen Boote heranrudern. In einem Fotofinish stand am Ende ein 5. Platz und damit der 11. Gesamtplatz bei den Doppelzweiern der 15/16jährigen Ruderinnen.

Robert Gessendorfer (RRV) und Juliane Schrötter (RRK) ruderten am Wochenende jeweils im Einer. Beide konnten in stark besetzen Feldern nicht über den Hoffnungslauf hinaus kommen und beendeten das Regattawochenende vorzeitig am Freitag bzw. Samstag.

 Ein Ausrufezeichen setze noch der Juniorenvierer mit Regensburger Beteiligung. Tim Weinem konnte sich mit seinen Partnern aus Passau im Vierer für das Finale am Sonntag empfehlen. Auch hier führte der Weg über den Hoffungslauf, den die Crew um Tim Weinem mit einem ansehnlichen Spurt beendete und sich so den Einzug in den Finallauf sicherte.

 Im Finale am Sonntag musste die Mannschaft dann leider den Mannschaften aus Leverkusen, Hannover und Berlin den Vortritt lassen, und konnten sich von anfänglich Platz 5 noch auf den vierten Platz nach vorne rudern.

 Niklas Graichen und Philipp Zimmermann ruderten im leichten B-Doppelzweier in einem 26-Boote-Feld. Das bedeutete, dass sich nach Vor- und Hoffnungsläufen 14 Boote aus dem Renngeschehen verabschieden mussten, da nur Finale A und B um die Plätze 1-12 ausgefahren wurde. Niklas und Philipp ließen im Vorlauf noch schleifen, und konnten sich nicht für eine direkte Qualifikation ins Halbfinale empfehlen. Im Hoffnungslauf legten sie dann aber auf der zweiten Streckenhälfte einen Zahn zu und erruderten sich mit einem furiosen Endspurt den verdienten Einzug ins Halbfinale.

Dort mussten Sie sich mit den späteren Deutschen Meistern aus Zellingen/Würzburg messen und konnten dennoch den Einzug ins Finale B sichern. Aufgrund der hohen Meldezahlen qualifizierten sich im Halbfinale nur die Plätze 1 und 2 für das Finale A. Im Finale B durften dann die Halbfinaldritten und –vierten antreten. Niklas und Philipp schafften es mit dem vierten Platz im Halbfinale somit noch in das Finale um die Plätze 7 bis 12. Am Sonntag fassten sich die beiden noch einmal ein Herz und ruderten vom Start weg immer weiter nach vorne. Bei 500 Metern noch auf Rang 5 liegend arbeiteten sie sich immer weiter nach vorne, sodass sie auf der Ziellinie noch an dem Breisacher Doppelzweier vorbei ziehen konnten. Damit erreichten sie im Gesamtklassement einen neunten Platz.

Alle Regensburger Ruderinnen und Ruderer haben eine tolle Leistung gezeigt und es auch in diesem Jahr wieder geschafft, drei Medaillen nach Regensburg zu holen.

 

Anita Gramann

 

Der erfolgreiche Vierer ohne mit Mira Moch, Charlotte von Bockelmann, Emma Samek, Celina Waldschmidt (v. l.) und Trainer Lucas Artmann trainiert derzeit in Berlin für die WM in Trakai, Litauen.
Fotos: DRV/Schwier

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