RRK Intern

Schirndorf - Regensburg zur Erlangung der Fahrtenkundigkeit

14.05.2018

Ausdrücklich ausgeschrieben auch für Schnupperkursteilnehmer des letzten Jahres und Interessierte an der Fahrtenkundigkeit, hat diese Tagesfahrt nicht nur bei alten Hasen, sondern auch bei den Zielgruppen reges Interesse ausgelöst. Beim Verladen am Vorabend werden die „Neuen“ mit Wanderfahrten-Feeling vertraut gemacht: Abriggern, Bootszubehör sammeln und auf Vollständigkeit prüfen, Hänger beladen, Boote aufladen und befestigen, Fahrtbesprechung . . .

Am nächsten Morgen um 8:00 Uhr verteilen sich die Regensburger Teilnehmer auf Klub-Bus und zwei Pkws. In Schirndorf an der Einsatzstelle bei der Georgi-Mühle stoßen noch zwei Dietfurter dazu. Nachdem Dorothée die mit Spannung erwartete Bootseinteilung  (21 Teilnehmer, drei Vierer und zwei Dreier) verkündet hat, weiß jeder, mit wem er welches Boot zusammenzubauen hat. Aber nicht unbedingt wie, der eine oder andere Ausleger muß wieder abgeschraubt und umgetauscht werden. Eine weitere Schwierigkeit ist der niedrige Wasserstand und der Schilfbestand an der Einsatzstelle. Hier sind beim Ablegen die ersten komplizierteren Manöver notwendig.

Allerdings ist schon der erste Streckenteil bis Kallmünz eine echte Versöhnung. Petrus meint es sehr gut mit uns, und so geht es durch idyllische Auenlandschaften, vorbei an Kalkmagerrasen-Hängen mit beeindruckenden Felsformationen, bis zu unserem ersten Umtragestop in Kallmünz.  Allerdings stellt der stark mäandrierende Fluß für „Fahrschüler“ mitunter eine Herausforderung dar.

Ausdrücklich wurden wir vor Niedrigwasser unterhalb des Wehres in Kallmünz gewarnt: Treideln oder weiter umtragen. Die ersten drei Boote setzen vorsichtshalber gleich weiter flussabwärts an der Vilsmündung ein. Helmut rudert von dort mit seinem Boot auf dem Wasser unbeschadet zur gewohnten Einsatzstelle hoch und bestätigte damit die Risikobereitschaft der beiden Boote, die dort einsetzen und sich ihren Weg durch die Untiefen suchen wollen: Alles easy!

Durch das Umtragen und die unbequemen Aus- und Einsetzstellen zieht sich das Feld in die Länge. Das allerdings reduziert die Wartezeiten an den Umtragestellen in Heitzenhofen und Pielenhofen. Jeweils die aufeinanderfolgenden Boote helfen sich gegenseitig. So sind auch schwierige Situationen gut zu bewältigen.

Im Unterwasser Heitzenhofen erweist sich der niedrige Wasserstand selbst für Paddler als Handikap.  Einer muß sogar nach der üblichen Treidelstrecke mehrmals aussteigen und sein Boot von einem Stein heben.

Ansonsten stellt die Strecke bis Pielenhofen keine übermäßigen Anforderungen an die Steuerleute. Nur das Augenmaß kann in Pielenhofen dem Steuermann einen Streich spielen. Je nachdem, wie früh er die obligatorische Wende vor dem Kraftwerkskanal einleitet, muß seine Mannschaft mehr oder weniger das Rückwärtsrudern üben.

Aber auch hier folgt wieder die Belohnung für alle. Dorothée hat im Kloster-Biergarten Tische reserviert, und die angekündigten Gewitter halten sich vornehm zurück.

War die Strecke bis hierher für einige der Teilnehmer noch Neuwasser, so kommt doch auf unserer Hausstrecke allen nach und nach die Gegend bekannt vor. Alle legen wohlbehalten am heimischen Steg an. Die einen putzen Boote, andere holen die Autos von Schirndorf.

In Erinnerung bleibt für die einen eine von Dorothée bestens vorbereite Tagesfahrt mit idealen Randbedingungen, für die anderen ein Rudererlebnis mit vielen neuen Eindrücken, Erfahrungen und Herausforderungen.

Text: Günter Mertens, Fotos: Anita Schön

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